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Von „Octopus“ bis „Expresso & Tschianti“: Mountain Crew veröffentlicht ihr Debütalbum

Mountain Crew - Lederhosen Bua

Bei der Mountain Crew beginnt die Party nicht erst beim Refrain. Fünf Österreicher, Lederhosen, jede Menge Live-Erfahrung und Songs, bei denen das Publikum möglichst schnell selbst mitsingen soll: Mit „Lederhosen Bua“ bringt die Band nun genau dieses Erfolgsrezept auf ihr erstes Album.

Philipp Rafetseder, Christoph Kneidinger, Bernhard Schwaiger, Laurids Geffke und Reinhard Spindlberger haben sich in den vergangenen Jahren einen ziemlich eigenen Platz zwischen alpenländischem Sound und moderner Partymusik geschaffen. Als selbsternannte „Beach Boys in Lederhosen“ fühlen sie sich im Wirtshaus offenbar genauso wohl wie beim Après-Ski, auf Festivals, am Ballermann oder auf grossen TV-Bühnen.

Mehr als 100 Live-Auftritte pro Jahr haben dabei Spuren hinterlassen – und zwar vor allem im Sound. „Lederhosen Bua“ wirkt weniger wie ein Album, das am Schreibtisch geplant wurde, sondern vielmehr wie der Versuch, die Energie einer Mountain-Crew-Show auf eine komplette Platte zu übertragen.

Von „Octopus“ bis „Expresso & Tschianti“

Dass die Mountain Crew weiss, wie man einfache Ideen in grosse Mitsingmomente verwandelt, haben die fünf Musiker längst bewiesen. „Octopus (100.000 Hände)“ gehört inzwischen zu den auffälligsten Partyhits der Band. Der Titel ist herrlich überdreht, schnell verstanden und vor allem dafür gemacht, live eine möglichst grosse Menschenmenge gleichzeitig in Bewegung zu versetzen.

Auch „Expresso & Tschianti“ darf auf dem Debütalbum kaum fehlen. Seit 2021 begleitet der Song die Band und bringt ziemlich genau jene Mischung mit, die inzwischen zur Handschrift der Mountain Crew geworden ist: österreichischer Schmäh, ein bewusst unkomplizierter Text und ein Refrain, der möglichst schon beim ersten Hören sitzen soll.

Solche Songs zeigen gleichzeitig, worauf es bei „Lederhosen Bua“ nicht ankommt. Wer musikalische Zurückhaltung oder komplizierte Geschichten sucht, dürfte hier kaum fündig werden. Die Mountain Crew möchte unterhalten. Und sie weiss ziemlich genau, wie das eigene Publikum unterhalten werden möchte.

Ein Debütalbum, das nach Bühne klingt

Neben den bekannten Fixpunkten soll „Lederhosen Bua“ aber auch zeigen, wohin sich die Band weiterentwickelt. Neue Songs führen den bisherigen Stil fort, ohne das funktionierende Konzept unnötig umzubauen. Mal wird es sommerlicher, mal stärker alpenländisch und gelegentlich bewusst ein wenig verrückt.

Musikalisch treffen Partyschlager und moderner Produktionssound auf einen echten Band-Hintergrund. Gerade diese Verbindung unterscheidet die Mountain Crew von manchen reinen Partyprojekten. Hinter all dem Spass stehen fünf Musiker, die einen erheblichen Teil des Jahres gemeinsam auf Bühnen verbringen und entsprechend genau wissen, an welchen Stellen ein Song live funktionieren muss.

Das Album wird deshalb konsequenterweise auch nicht nur über Streaming und CD gefeiert. Eine handsignierte CD-Edition, ein Bundle inklusive Octopus-Plüschtier und eigene Album-Release-Konzerte machen aus der Veröffentlichung ein Gesamtpaket für die Fans.

„Lederhosen Bua“ versucht letztlich gar nicht, etwas zu sein, das die Mountain Crew nicht ist. Das Debüt bündelt vielmehr alles, womit sich die fünf Oberösterreicher ihre Fangemeinde aufgebaut haben: grosse Refrains, viel Humor, alpenländischen Charme und eine beachtliche Portion Party-Energie.

Wer Partyschlager lieber analysiert als feiert, wird damit möglicherweise weniger anfangen können. Wer hingegen spätestens nach drei Minuten mitsingen, die Hände nach oben strecken und den Alltag für einen Abend vergessen möchte, bekommt mit „Lederhosen Bua“ ziemlich genau das versprochen.

Lederhose an, Hände hoch – und im Zweifelsfall den Oktopus gleich mitnehmen.

Quelle: Electrola