Ramon Roselly war musikalisch schon immer ein Wanderer zwischen den Zeiten. Grosse Melodien und klassische Schlagerharmonien treffen bei ihm auf Crooner-Eleganz, Disco, Soul und modernen Popschlager. Auf seinem fünften Studioalbum «Alles was du suchst» treibt er genau diese Mischung weiter – und gönnt sich dabei mehr stilistische Abwechslung, als der Begriff Popschlager zunächst vermuten lässt. Das Album ist am 25.09.2026 bei TELAMO/BMG erschienen.
Sechs Jahre nach seinem DSDS-Sieg hat Roselly seinen eigenen musikalischen Rahmen längst gefunden. Statt die Vergangenheit einfach zu kopieren, verbindet er klassische Einflüsse mit zeitgemässen Produktionen: Streicher treffen auf Disco-Beats, Soul auf Popschlager und Achtziger-Synthesizer auf feurige Rhythmen.
Von «Dirty Dancing» bis Motown
Schon der Opener «Küss mich» zeigt, wie spielerisch Roselly mit unterschiedlichen Einflüssen umgeht. Der Song erzählt von einer Freundschaft, aus der mehr werden soll, und bedient sich dabei gleich bei mehreren grossen Kinoromanzen. «Dirty Dancing», «Titanic» und «Pretty Woman» dienen als Bilder für eine Liebe, die endlich den nächsten Schritt machen soll.
Danach bringt «Liebe ohne Plan» Soul ins Spiel. Packende Basslinien und grosse Streicher verbinden sich laut Presseinformation zu einer Mischung aus Motown und Popschlager – passend zu einer Geschichte, in der die Liebe sämtliche Reisepläne über den Haufen wirft.
Diese stilistische Offenheit zieht sich durch das Album. Zu Rosellys Einflüssen zählen unter anderem Barry White, Tom Jones, Sammy Davis Jr. und Frank Sinatra. Gemeinsam mit seinem langjährigen Produzenten Jeo sowie dem Songwriting-Team Christina Schwass und Matthias Hass übersetzt er solche Referenzen in einen aktuellen Schlagersound. An weiteren Songs waren André Franke, Joachim Horn-Bernges und Sebastian Treu beteiligt.
Disco, Sommer und ein wenig Achtziger-Pop
Der Titelsong «Alles was du suchst» schlägt ruhigere und leidenschaftlichere Töne an, während «Nicht genug» bewusst reduzierter und sinnlicher angelegt ist. In «Nachtgeflüster» übernehmen wieder pulsierende Beats und eine sich steigernde Liebesgeschichte das Kommando.
Mit «Lass den Sommer in dein Leben» wird es exotischer und deutlich sommerlicher. Feurige Rhythmen und Tanzbarkeit bestimmen den Song, bevor bei «So jung wie du» auch Bläser ihren Auftritt bekommen. Besonders deutlich in Richtung Achtziger geht «Zaubertrick»: rockige Gitarren, grosse Akzente und ein euphorischer Refrain sollen hier für einen entsprechend grossen Popsound sorgen. Auch «Wie weit» greift auf Eighties-Synthesizer zurück.
Bei all diesen Stilwechseln gibt es jedoch einen roten Faden: die Melodie. Roselly selbst bezeichnet grosse Melodien als besonders wichtig für seine Musik. Genau das verhindert, dass «Alles was du suchst» wie eine blosse Sammlung verschiedener musikalischer Experimente wirkt.
Wenn am Ende nicht der Besitz zählt
Eine persönlichere Seite des Albums zeigt sich bei «Ein Tisch ein Bett». Statt Status und materiellen Dingen rückt Roselly familiäre Nähe und Zusammenhalt in den Vordergrund. Es passt zu den Werten, die der Sänger selbst als entscheidend bezeichnet: Liebe, Familie und Gesundheit.
Mit «Es ist nie zu spät» kehren die Streicher aus zunächst ruhigeren Passagen in den Disco-Puls zurück. Die Ballade «Ecke Sterne rote Lippen» gibt anschliessend Rosellys Stimme besonders viel Raum, bevor «Wann werden wir uns wiedersehen» das Album beschliesst.
Damit wirkt «Alles was du suchst» vor allem wie eine Bestandsaufnahme dessen, was Ramon Roselly seit seinem Durchbruch musikalisch aufgebaut hat. Seine Debütsingle «Eine Nacht» erreichte 2020 Platz eins der deutschen Singlecharts, das Debütalbum «Herzenssache» Platz zwei in Deutschland und Platz eins in Österreich. Auch die folgenden Alben «Lieblingsmomente», «Träume leben» und «Süchtig» erreichten hohe Chartplatzierungen.
Das neue Album versucht deshalb gar nicht erst, Ramon Roselly vollkommen neu zu erfinden. Vielmehr bündelt es seine musikalischen Vorlieben: ein bisschen Crooner, ein bisschen Disco, Soul, Achtziger-Pop und natürlich jede Menge Schlager.
Der Albumtitel ist damit durchaus programmatisch gemeint. Ob tatsächlich jeder «alles» findet, was er sucht, bleibt Geschmackssache. An musikalischer Auswahl mangelt es jedenfalls nicht.
Das Album «Alles was du suchst» ist am 25.09.2026 bei TELAMO/BMG erschienen.
Quelle: TELAMO/BMG






