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G.G. Anderson spricht über seine Biografie: «Die Menschen werden staunen»

G.G. Anderson im Interview: «In meinem Buch steht vieles, was noch niemand über mich weiss»

Er gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Stimmen des deutschen Schlagers. Jetzt blickt G.G. Anderson in seiner Biografie auf ein bewegtes Leben zurück – mit grossen Erfolgen, persönlichen Schicksalsschlägen und Geschichten, die bislang kaum jemand kennt. Im persönlichen Interview mit Schlager Nova spricht der Sänger über seine Anfänge, schwere gesundheitliche Rückschläge, unvergessliche Momente in der ZDF-Hitparade und darüber, was er an der heutigen Musikbranche vermisst. Ausserdem verrät er, wie er über künstliche Intelligenz denkt und welche musikalischen Pläne er für 2027 hat.

Herr Anderson, Ihre Autobiografie «Sonntagskind – Mein Leben» ist fertig geschrieben und soll im Frühjahr 2027 erscheinen. Was war der entscheidende Moment, in dem Sie beschlossen haben, Ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben?
Der entscheidende Moment liegt schon sehr lange zurück. Ich wollte schon zu meinem 60. Geburtstag eigentlich eine Biografie schreiben. Die sollte dann heißen: „G.G. Anderson – 60, na und?“
Das Gleiche hatte ich mit 70 vor und mit 75 auch. Und irgendwann habe ich mir jetzt mal überlegt, dass so viele Kolleginnen und Kollegen ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben haben. Ich bin das alles dann gedanklich mit meiner rechten Hand Birgit Behle-Langenbach und meinem Produzenten Gerd Jakobs durchgegangen. Die waren auch Feuer und Flamme, und dann haben wir das zusammen hingebastelt. Ich glaube, es ist ein sehr schönes Buch geworden.

Der Titel «Sonntagskind» klingt nach Glück und einem besonderen Lebensweg. Warum haben Sie sich für diesen Titel entschieden, und wie gut beschreibt er Ihr bisheriges Leben?
Früher hat man gesagt, dass Sonntagskinder ganz besondere Kinder sind, die unheimlich viel Glück haben. Ich glaube, das ist auch mir so gegangen. Ich habe wirklich verdammt viel Glück gehabt. Ich war oft im richtigen Moment am richtigen Ort. Ich glaube, wenn man so erfolgreich ist und das über Jahrzehnte halten kann, dann ist das wirklich großartig. Dann ist man ein Sonntagskind.

Sie blicken auf eine jahrzehntelange Karriere im deutschen Schlager zurück. Welche Erinnerungen sind beim Schreiben des Buches besonders intensiv zurückgekehrt?
Es ist sehr schön, wenn man dasitzt und über sein Leben nachdenkt. Da fallen einem natürlich ganz besonders die ersten Jahre ein: als ich angefangen habe, Musik zu machen, als ich in die Schule gegangen bin und eine zweite Stimme singen konnte, obwohl mir das niemand beigebracht hat. Dann kamen die Beatles und die erste Band, der erste Auftritt vor Publikum. Das geht dann wie ein Film an einem vorbei. Das sind wirklich sehr, sehr schöne Gedanken, die mir sehr viel Freude bereitet haben.

In Ihrer Autobiografie möchten Sie auch die Höhen und Tiefen Ihrer Karriere beleuchten. Welche schwierige Phase hat Sie als Mensch am stärksten geprägt?
Ich glaube, das war eine ganz, ganz blöde Phase vor einigen Jahren. Da habe ich alles an Krankheiten bekommen, was kein Mensch braucht. Da wurde mir in einer Not-OP ein Stück vom Darm weggenommen. Das war schon ziemlich knapp damals. Dann kam eine Rücken-OP und, und, und. Wenn man da ständig außer Gefecht ist und ständig die weißen Wände im Krankenhaus anschaut, dann ist man ziemlich frustriert. Aber man muss sich eben immer wieder selbst herausziehen und irgendwann wieder Vollgas geben. Das hat mir immer ganz gut geholfen.

Gab es beim Schreiben Momente, in denen Sie sich gefragt haben, ob Sie bestimmte persönliche Erlebnisse tatsächlich öffentlich machen möchten?
Nun ja, das Buch ist ja nicht so ausgelegt, dass mich irgendwelche Menschen fragen müssten, warum ich das geschrieben habe. Nein, es ist ein sehr ehrliches Buch. Ich habe alles wahrheitsgemäß erzählt – mit allen Emotionen, mit allen Ups und Downs. Ich glaube, die Menschen werden sich freuen, wenn sie das lesen, und ich glaube, sie werden staunen. Ich glaube, es wird eine Kettenreaktion bei den Menschen geben. Es steht sehr viel in dem Buch drin, was noch überhaupt kein Mensch über mich weiß. Ich kann nur sagen: Viel Spaß beim Lesen!

Sie haben im Laufe Ihrer Karriere zahlreiche Künstlerinnen und Künstler kennengelernt. Welche Begegnung hat Ihr Leben besonders verändert oder Sie nachhaltig beeindruckt?
Das steht alles in dem Buch. 😉

Wenn Sie heute auf Ihre musikalischen Anfänge zurückblicken: Was würden Sie dem jungen G.G. Anderson von damals mit auf den Weg geben?
Dem jungen G.G. Anderson von damals würde ich Folgendes mit auf den Weg geben: Mach einfach Musik aus Freude. Bekomm eine Gänsehaut nach der anderen, wenn du schöne Lieder auf der Bühne singst oder dich hinsetzt, komponierst und auf einmal merkst, dass da ein echter Hit entsteht.

Sie haben als Sänger und Songwriter viele musikalische Erfolge erlebt. Gibt es einen Titel, mit dem Sie eine besonders persönliche Geschichte verbinden, die Ihr Publikum vielleicht noch gar nicht kennt?
Da gibt es mit Sicherheit so einige. Aber es ist immer so, wenn man zum ersten Mal irgendetwas machen darf, wie zum ersten Mal mit einem Titel in der ZDF-Hitparade zu sein – wie bei mir mit „Am weißen Strand von San Angelo“ – und dann auch noch die Goldene 3 vom ZDF bekommt. Das sind solche ganz besonderen Momente.

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Max Weidner - Offiziell

Die Schlagerbranche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Welche Entwicklungen begrüssen Sie, und was vermissen Sie am Musikgeschäft von früher?
Manchmal vermisse ich die Musik, die persönlich vom Menschen kommt, die aus einem Herzen und einem Kopf herausgesprudelt ist. Das kann z. B. KI nicht. Obwohl wir inzwischen auch mit ihr experimentieren. Z. B. haben wir das Video zu meiner neuen Single „Killerblick“ mit KI gebastelt. Das war schon sehr spannend. Aber meine Musik ist und bleibt von Menschen gemacht. Was ich von früher sehr vermisse, sind die Zusammenkünfte und der Zusammenhalt. Da wurde jedes Aufeinandertreffen der Schlagerfamilie zum Fest.

Beim Schreiben einer Autobiografie beschäftigt man sich zwangsläufig auch mit dem eigenen Leben abseits der Bühne. Hat sich durch die Arbeit an «Sonntagskind» Ihr Blick auf Familie, Freundschaften oder persönliche Prioritäten verändert?
Nein, das hat es nicht. Es sind einfach nur Erzählungen von Ereignissen, die ich erlebt habe. Deswegen hat sich mein Blick darauf nicht verändert. Ab und zu bekam ich mal einen Aha-Effekt, aber dass darunter jetzt Freundschaften oder die Familie gelitten hätten, dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil!

Ihr Buch soll auch Geschichten enthalten, die bisher kaum jemand kennt. Worauf dürfen sich Ihre Leserinnen und Leser besonders freuen, ohne dass Sie uns schon zu viel verraten?
Natürlich hat das Buch Geschichten, die kaum einer kennt. Hier ist es nicht einfach, dazu irgendetwas zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Das wäre dann nicht mehr spannend für die Leute. Deswegen möchte ich eher wieder darauf hinweisen: Das steht alles im Buch. Da gibt es wirklich viele, viele schöne Geschichten.

Wenn Sie nach der Veröffentlichung Ihrer Autobiografie in die Zukunft blicken: Welche Wünsche und musikalischen Pläne haben Sie noch, und was möchten Sie Ihren Fans persönlich mit auf den Weg geben?
Ich wünsche mir immer, dass wir ein möglichst angenehmes, friedvolles, aber vor allem auch ein gesundes Leben haben. Das wünsche ich mir für meine Familie, meine Freunde und alle anderen Menschen.

Meinen Fans möchte ich mitgeben, dass ich mich wahnsinnig freue, dass sie mir teilweise schon über Jahrzehnte die Treue halten und ich sie heute immer noch mit meinen Auftritten und meiner Musik begeistern kann. Ganz besonders aber möchte ich ihnen sagen, dass ich sie sehe, dass sie nicht selbstverständlich für mich sind und dass ich wahnsinnig dankbar bin, dass sie noch so zahlreich da sind.

„Bitte bleibt alle gesund! Ich freue mich, euch alle bei meinen Auftritten wiederzusehen.“

Musikalische Pläne? Im nächsten Jahr wird es ein neues Album geben. Auf diesem Album werden Songs sein, die quasi meinen gesamten Werdegang als G.G. Anderson widerspiegeln. Lasst euch überraschen!

G.G. Anderson blickt auf seine Karriere mit Dankbarkeit zurück, ohne dabei die schwierigen Zeiten auszublenden. Seine Biografie verspricht persönliche Einblicke und bislang unbekannte Geschichten aus seinem Leben. Musikalisch denkt der Sänger bereits an die Zukunft: Für 2027 kündigt er ein neues Album an, dessen Songs seinen bisherigen Werdegang widerspiegeln sollen. Besonders wichtig bleibt ihm aber die Verbindung zu seinem Publikum. Seinen langjährigen Fans möchte er vor allem eines sagen: Ihre Treue ist für ihn alles andere als selbstverständlich.

Quelle: Schlager Nova